Agnes Interpretation und Klausur

Thema  der Klausur: Peter Stamm „Agnes“ – Interpretationsaufsatz

Ergebnis  der Klausur/Interpretation: 13 Punkte

Textstelle der Klausur: Kapitel 30 (S. 131 – 133)

Aufgabenstellung der Klausur:

  1. Ordnen Sie die Textstelle in den Kontext des Romans ein. Beschränken Sie sich dabei auf die zum Verständnis der Textstelle wesentlichen inhaltlichen Aspekte der vorangegangenen Handlung.
    Interpretieren Sie den Textausschnitt im Hinblick auf das Verhältnis des Erzählers zu Agnes, das sich hier ausdrückt.
  2. Stellen Sie die Beziehung zwischen Agnes und dem Erzähler dar und beziehen Sie sich dabei auf das Ganze des Romans.

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Agnes Interpretation / Interpretationsaufsatz / Klausur (Auszüge aus Lektürehilfe + Werkvergleich | Abi-Komplettpaket (64 Seiten))

In seinem ersten Roman „Agens“ aus dem Jahre 1998 lässt der zeitgenössische Autor Peter Stamm seinen namenlosen Ich-Erzähler seine Beziehung zu „Agnes“ rekonstruieren, für die er – der Ich-Erzähler – ein erzählerisches Portrait ihrer Person verfasst, welches jedoch – so die schockierende Behauptung gleich zu Beginn des Romans – die Titelfigur „getötet“ habe.
Gleichzeitig vermischen sich in der Rahmen- und Binnenhandlung Schreiben, Wünsche und emotionale Konflikte zu einem gefährlichen Spiel um Liebe und Dominanz.

Zum ersten Mal treffen sich Protagonist und Protagonistin in der „Chicago Public Library“. Dort beginnt sich eine isolierte Liebesbeziehung schnell zu entfalten. Die Romanze nimmt weiter Ihren Lauf und so erfährt Agnes, dass der Ich-Erzähler Autor ist. Begeistert davon wünscht sie sich ein „Portrait“ ihrer selbst in Form einer Geschichte, welches sie so zeigen soll wie sie wirklich ist. Unter Vorbehalt willigt der Ich-Erzähler ein. Von hier an ist ein deutlicher Wendepunkt in der Liebesbeziehung zu erkennen. Fiktive Geschichte und Realität vermischen sich immer mehr und Agnes wird zum Geschöpf des Ich-Erzählers. Das Schreiben gerät außer Kontrolle. So auch die Beziehung der beiden, als Agnes ankündigt schwanger zu sein. In einem Disput gehen die Protagonisten vorerst auseinander. Agnes kündigt an sich bei einem alten Freund, Herbert, zurückzuziehen, was lässt den Ich-Erzähler Eifersucht verspüren lässt. Im weiteren Verlauf kommen die beiden aber wieder zusammen durch Initiative des Ich-Erzählers. Agnes verkündet hierbei, dass das Kind nicht lebensfähig zur Welt gekommen ist. Hier zeigt sich erneut, wie weit Realität und fiktive Geschichte auseinanderdriften. In der Fiktion läuft die Beziehung prächtig und das Kind ist gesund und munter zur Welt gekommen. In der Realität zeigt sich hingegen das komplette Gegenteil.

Die vorliegende Textstelle ist durchzogen mit den dominierenden Motiven Kälte und Tod. Agnes reißt wieder das Thema ihrer Fehlgeburt auf, woraufhin sich der Ich-Erzähler zurückzieht und in isolierter Ruhe mit dem Thema befasst. Hierbei hat sich bei ihm „eine Tür“ (Z. 16) geöffnet, welche ihn zum Weiterschreiben der fiktiven Geschichte veranlasst. Er schlussfolgert, dass er ein Ende für Agnes fiktive Geschichte finden müsse.

Die Textstelle bewirkt den Gesamteindruck, dass der Ich-Erzähler zum einen etwas mehr Einsicht in Agnes und ihre Fehlgeburt gewinnt, zum anderen aber weiß, dass er der fiktiven Geschichte ein Ende setzten muss, was, wie der weitere Verlauf des Romans zeigt, in dem Tod der Protagonistin mündet.

Die Wärme in der Wohnung, die Nähe zu Agnes und der Rausch zu schreiben haben sich verflüchtigt. Die Euphorie vergeht und so ist der Ich-Erzähler froh, als er „endlich“ (Z .31)  nicht mehr weiterkommt. Sein vorhergegangenes Kopf-Kino löst sich auf.

Der vorliegende Ausschnitt ist aus mehreren Gründen für den Verlauf des Romans bedeutend. Zum einen zeigt er ein letztes Mal etwas Einsicht für Agnes und das ungeborene Kind. Der Ich-Erzähler schaut nicht mehr nur objektiv auf das Szenario, sondern versucht sich von dem Bildnis der fiktiven Geschichte zu lösen. Dadurch, dass er das versucht, setzt er den entscheidenden Schluss für das Ende des Romans. Er sieht ein dem Ganzen ein Ende setzen zu müssen. Das Ende für die fiktive Geschichte und gleichzeitig das Ende für Agnes.

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